Freitag, 13. August 2010
Der innere Schweinehund ist doof
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!! Da habe ich neue Sachen bekommen. Einen richtig schönen Trainingsanzug und meine ersten richtigen Laufschuhe und der Tag ist schon total scheiße gestartet... Joshua hat mich um 06.15Uhr geweckt, weil die Müllabfuhr da war. Ich meine, es ist die Müllabfuhr und sie kommt jeden Freitag um diese Uhrzeit, aber er muß mich wecken. Ich finde ne Müllabfuhr wirklich nicht so spannend, daß ich dafür um 06.15Uhr in den Ferien aufstehen muß. Aber Joshua hat so lange neben meinem Bett gestanden, bis ich die Augen aufgemacht und mit ihm die Müllmänner bei der Arbeit beobachtet habe. Am liebsten hätte er dann in seinem Zimmer noch Müllabfuhr gespielt, aber ich habe ihn lieber zu Mami und Papi geschickt, so konnte ich wenigstens noch ein wenig lesen. Aber schlechte Laune habe ich trotzdem.


Zum Laufen wollte ich dann meine neuen Sachen anziehen, ein richtig tolles weißes TShirt mit einem glitzernden Puma drauf. Und dann noch den coolen neuen Trainingszug. Aber meine Mami hat gesagt, dass es viel zu warm für die lange Hose sei und ich lieber eine kurze anziehen solle. Wie gemein ist das denn!! Wozu kauft sie mir die denn dann, wenn ich sie eh nicht anziehen darf? Und dann waren auch noch meine Schuhe zu groß...


Im Stadion - so sieht das übrigens aus:

habe ich mich dann wieder warm gemacht!


Damit ihr mal seht, wie ich mich dehne und ihr es nachmachen könnt, sind hier ein paar Fotos. Ihr müsst immer gut aufpassen, dass es auch ordentlich zieht und die Muskeln auch wirklich gedehnt werden:




Ich hatte richtig Lust zum Laufen und war total gespannt, wie viele Runden ich heute schaffen würde! Aber schon nach zwei Kilometern kam er. Diese furz-fiese-hunds-gemeine Schweinehund. Ich bekam Seitenstiche, alles war total anstrengen und richtig Luft bekommen wollte ich auch nicht. Am liebsten hätte ich aufgehört und wäre nach Hause gefahren, aber meine Mami hat gesagt, ich müsse nur den Schweinehund besiegen und dann würde das schon gehen. Ich hoffte, sie würde rechtbehalten. Erst habe ich es versucht, ihn totzuatmen. Aber das hat nichts gebracht. In der nächste Runde habe ich das immer beim Einatmen auf jeden Schritt "Ich kann das!" gesagt und beim Ausatmen auch wieder "Ich kann das!" So habe ich immerhin noch eine weitere Runde geschafft, aber der Schweinehund war noch immer da...


Wie sieht dieses Tier überhaupt aus? Ist er mehr Hund oder doch mehr Schwein? Ich finde er sieht aus, wie ein Hund mit Schweineschnauze, Schlappohren und einem Ringelschwänzchen. Der Rücken ist voll mit schwarzem Kuschelfell und unterm Bauch sind ganz viele hässliche Borsten. Die Vorderbeine sind von einem Hund mit braunem Fell und hinten sind zwei Haxen dran. Außerdem stinkt der gruselig nach Fisch aus dem Maul.


Und der solte mich aufhalten, meinem Traum nicht ein Stückchen näher zu kommen? GANZ BESTIMMT NICHT!!! Okay, es waren heute nur 10 Runden also vier Kilometer, aber ich habe nicht aufgegeben und mich unterkriegen lassen. Und morgen schaffe ich wieder 12,5 Runden!!! Ohne so einen furz-fiesen-hunds-gemeinen Schweinehund!!! Achja, wo meine Mami recht hat, hat sie recht...ich hatte ihn besiegt!!

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Von jubelnden Massen und stechenden Schmerzen
Mein Bruder sagt, manchmal ist das Leben nicht nur eine Krickellinie sondern ein Überraschungsei. Als ich heute in Stadion zum Laufen kam, war es voll mit Menschen, die alle meinen Blog gelesen hatten. Es waren bestimmt tausend oder eine Millionen Menschen da. Viele hatten Plakate gebastelt, auf denen mein Name stand. Oder "LAUF STELLA", "DU SCHAFFST DAS" oder "DU BIST TOLL"... Manche hatten sogar mein Foto auf Bettlaken gedruckt. Alle haben gejubelt und als ich gelaufen bin, haben alle geklascht! Das war schon ein tolles Gefühl, als alle im Takt meiner Schritte geklatscht haben. Das ganze Stadion hat gebebt! Im Ziel war ein Band gespannt, durch das ich durch laufen musste. Und der Bundespräsident hat mir einen Pokal überreicht, auf dem mein Name stand...



Um ehrlich zu sein, war das Stadion komplett leer. Es war so leer, daß ich nur das Rauschen der Bäume hören konnte. Es war so leise dort, wie wenn man abends im Dunkeln im Bett liegt und nicht einschlafen kann. Mir kam das ein bisschen gespenstisch vor. Außer mir und meiner Mami war niemand da.Selbst die Fliegen hatten bei diesem Nieselregen keine Lust auf Rundflüge.


Nach dem ja so wichtigen Warmmachen bin ich auch gleich losgejoggt. Wieder 200Meter joggen und dann 200Meter gehen. Eigentlich hattte ich mir ja vorgenommen, diesmal mehr als 12,5 Runden zu schaffen, aber das war gar nicht so einfach. Bei den letzten Runden hatte ich ganz schöne Seitenstiche. Das fühlt sich an wie tausend Bienenstiche auf einmal in der Seite. Meine Mami hat gesagt, ich solle die Arme hoch heben und langsam weiteratmen und weiterlaufen und wo sie recht hat, hat sie recht. :-) Dann ging es wirklich etwas besser und ich konnte doch noch die letzten Runden sehr gut schaffen und bin wieder fünf Kilometer gelaufen.


Leider hatte ich diesesmal keinen Streckposten mit. Mein kleiner Bruder wollte nicht mitkommen, ihm ist das große Stadion manchmal etwas unheimlich. So mußte ich meine Flasche mir immer selbst nehmen, gar nicht so einfach ohne Hinzufallen...

Heute war ich ganz schön geschafft, als wir wieder zurück gefahren sind. Meine Mamisagt, ich solle jetzt mich erstmal zwei drei Tag erholen. Damit sich meine Muskeln wieder stärken können und wo sie recht hat, hat sie recht...

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Wer ich bin und was mein größter Traum ist!
Meine Eltern sagen, ich soll mich erstmal vorstellen. Und wo sie recht haben, haben sie recht! Also, ich bin Stella. Stella B. Ich bin 9 Jahre alt und wohne in Hamburg. Ich gehe hier in die M.-Schule und komme in die vierte Klasse. Eigentlich habe ich gerade Sommerferien und sollte mich freuen, weil ich soooo lange nicht zur Schule gehen muß, aber manchmal ist es ganz schön langweilig! Die meisten meiner Freunde sind weg gefahren und meine Eltern haben beschlossen, dass es hier in Hamburg eigentlich ganz schön ist. Aber ich wäre auch gerne in den Urlaub gefahren oder noch besser geflogen. Meine Lehrerin hat gesagt, dass wir in den Ferien lesen und schreiben üben sollen. Deshalb sitze ich jetzt hier und schreibe alles auf, dann muß ich keine blöden Texte aus Büchern abschreiben. "Liebe Frau E. - so heißt meine Lehrerin - ich schreibe wirklich ganz viel!"


Heute ist Sonntag und meine Eltern haben mal wieder besschlossen, dass wir ins Stadion gehen und sie joggen wollen. Wenn die beiden laufen, muß ich immer auf meinen kleinen Bruder Joshua aufpassen, das finde ich manchmal ganz schön blöd. Der will nämlich immer nur Fußball spielen und dazu habe ich gar keine Lust! Da habe ich meine Mami gefragt, ob ich nicht mit ihr zusammen laufen könne. Sie fand das eine gute Idee und hat mir auch gleich gezeigt, wie man sich am Anfang dehnt. Diese Übungen kannt ich schon vom Ballett, und das ist gar nicht so schwer. Nachdem wir uns warm gemacht haben - meine Mami hat gesagt, das muß man immer vorher tun, damit man sich nicht eine Zerrung holt - sind wir losgelaufen. Okay, wir sind jetzt nicht gerannt oder so, sondern nur ganz langsam gejoggt.

Also, ich bin immer 200 Meter gejoggt und dann 200 Meter zügig gegangen. Bei den ersten Runden waren die 200m ganz schön lang, ich bin ganz schön aus der Puste gekommen und habe mich immer auf die anderen 200m gefreut. Aber dann hat meine Mami mir gezeigt, wie man am besten atmet. Lustig, ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wie ich atme, das passiert immer einfach so. Aber beim Joggen atme ich jetzt immer drei Schritt ein durch die Nase und dann wieder drei Schritte aus durch den Mund. Das klingt ein bisschen albern, wenn ich mir selber zuhöre. Aber so bekomme ich wenigstens keine Seitenstiche.

Joshua hat Streckenposten gespiel und mir immer mein Trinken gegeben, wenn ich an ihm vorbei gelaufen bin. Das hat Spaß gemacht, da kam ich mir richtig groß vor. Insgesamt bin ich heute 12,5 Runden gelaufen, das sind 5 Kilometer.

Was mein größter Traum ist? Meine Mami ist in diesem Jahr den Womens Run mit gelaufen. Da läuft man mit ganz vielen anderen Frauen 5 Kilometer durch den Stadtpark. Bei der Anmeldung bekommt man ein rosa T-Shirt und eine Startnummer mit seinem Namen drauf und wenn man ans Ziel gekommen ist, eine tolle Tasche. So ein T-Shirt möchte ich auch haben, deswegen habe ich beschlossen, so lange zu trainingen, bis ich die fünf Kilometer durchhalte. Das wird bestimmt nicht einfach, aber meine Mami sagt immer, wenn ich etwas wirklich will, dann schaffe ich das auch! Und wo sie recht hat, hat sie recht! Also schaffe ich das auch!



Hier könnt ihr jetz immer lesen, wie weit ich heute gejoggt bin und was ich so trainiert habe. Wer Lust hat, kann mit laufen oder mir Tipps geben! Ich freue mich!

Eure Stella

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